Tipps zur Akku-Pflege von Smartphones & externen Akkus

Herz mit BatterieEingebaut sind in den Smartphones, Tablets und auch Powerbanks so genannte Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion). Diese Sorte von Akkus sind besonders pflegeleicht und Robust in der Handhabung. Also optimal für den Alltag. Trotzdem kann eine optimale Handhabung solcher Akkus dafür sorgen, viel Leistung und möglichst viele Ladezyklen herauszuholen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihren Smartphone- und Tablet-Akku, sowie Ihre Powerbank am besten pflegen.

Mythos: Der Memory-Effekt

Früher wurde bei Akkus so viel zu dem "Memory-Effekt" gesagt, dass sich dieser in die meisten Köpfe eingebrannt hat. Fakt ist jedoch, dass Lithium-Ionen-Akkus keinen Memory-Effekt aufweisen. Von daher müssen Sie nicht – wie es früher empfohlen wurde – Ihren Akkus immer auf 0 Prozent entladen und auf 100 Prozent wieder laden. Im Gegenteil: Bei Li-Ionen-Akkus hat dies sogar einen negativen Effekt auf die Langlebigkeit des Akkus.

Fakten zum Umgang mit Li-Ionen-Akkus

  • Lithium-Ionen-Akkus erreichen Ihre volle Leistungskapazität erst nach einigen Ladeprozessen.
  • Sie verzeihen Tiefenentladungen (also das vollständige Entladen des Akkus) am wenigsten und diese können sogar dazu führen, denn Akkus zu zerstören.
  • Viele Akkus haben zwar eine Steuerung verbaut die vor Tiefenentladungen schützt, trotzdem sollte man es vermeiden, seinen Akku bis aufs äußerste zu entladen.

Was bedeutet ein Ladezyklus?

Ein Ladezyklus beschreibt eine Entladung auf annähernd 0 Prozent und anschließender Ladung auf 100 Prozent. Das ist ein kompletter Zyklus. Wenn Sie jetzt den Akku auf 50 Prozent entladen und dann auf 100 Prozent aufladen, dann haben Sie nicht einen Ladezyklus verbraucht, sondern einen halben Zyklus. Erst wenn Sie das Spiel noch einmal machen, haben Sie einen Zyklus des Akkus verbraucht. Die meisten modernen Li-Ionen-Akkus schaffen zwischen 500 und 1000 Ladezyklen.

Richtiges Laden und Entladen des Akkus

Wirklich viel falsch machen können Sie bei Ihrem Handy-Akku nicht. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie mit Ihrem Akku möglichst lange Freude haben möchten. Sie sollten daher vemeiden, den Akku immer nur bis 70 Prozent zu enladen und gleich wieder vollzuladen. Ebenfalls vermeiden sollten Sie, Ihren Akku über Nacht vollständig aufzuladen. Sobald ein Akku 100 Prozent Ladekapazität erreicht hat, sollte dieser vom Ladeteil getrennt werden. Ansonsten pendelt er immer zwischen 99 und 100 Prozent, was auf Dauer die Lebenserwartung senkt. Am besten ist es, denn Akku in einem Bereich zwischen 70 und 30 Prozent "pendeln" zu lassen. Das heißt, denn Akku bis ca. 30 Prozent zu entladen und dann an das Ladegerät oder die Powerbank anzuschließen, bis der Akku auf ungefähr 70 Prozent wieder aufgeladen wurde. Und wenn Sie einmal die volle Leistung Ihres Akkus benötigen, dann sollten Sie den Akku so laden, dass Sie ihn direkt benötigen, wenn er 100 Prozent erreicht hat.

Lebenserwartung eines Akkus

  • Akkus möchten benutzt werden. Akkus die nur herumliegen, verlieren schneller an Kapazität.
  • Moderne Lithium-Ionen-Akkus haben etwa eine Lebenserwartung von 5 Jahren.

Die optimale Betriebstemperatur

Die meiste Leistung hollen Sie bei etwa zwischen 20 und 30 Grad Celcius aus Ihrem Akku. Bei Temperaturen darunter nimmt die zur Verfügung stehende Kapazität ab. Bei Temperaturen um die 40 Grad kann der Akku auch Schaden nehmen. Wenn Sie Ihren Akku längere Zeit nicht benötigen, empfiehlt es sich übrigens, den Akku auf etwa 70 Prozent zu laden und dann bei einer Temperatur um die 0 °C zu lagern.

Zusammenfassung

Mit diese Tipps schaffen Sie es, möglichst viel Kapazität auf dem Akku herauszuholen und gleichzeitig für eine möglichst hohe Langlebigkeit zu sorgen.

  1. Verhindern Sie Tiefenentladungen.
  2. Lassen Sie den Ladestand zwischen 30 und 70 Prozent pendeln.
  3. Trennen Sie den Akku vom Ladegerät, sobald er 70 Prozent erreich hat, spätestens aber, wenn er vollständig aufgeladen ist.

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