Wieviel Kapazität (mAh) steht mir, für meine Geräte, wirklich zur Verfügung?

Vielleicht haben Sie sich auch schon die Frage gestellt:

  • »Wie oft kann ich mein Gerät (Smartphone, Tablet) mit der Powerbank xyz laden?« oder
  • »Warum kann ich mein Handy nicht x-mal aufladen, obwohl doch mein externer Akku eine Kapazität von y mAh hat?«

Um diese Fragen zu beantworten, können Sie folgende Faustregel nutzen:

Kapazität der Powerbank (mAh) ÷ 2 ÷ Akku Kapazität (mAh) des zu ladenden Gerätes

Mit dieser Faustregel sind Sie beim Kauf einer Powerbank auf der sicheren Seite. Je nach Qualität des mobilen Akkus können Sie auch einen Wirkungsgrad über 50 Prozent (tlw. bis zu 75 Prozent) erreichen. Gehen Sie jedoch lieber von weniger aus und freuen Sie sich dann, wenn die Powerbank nach einem Ladevorgang noch über Restkapazität verfügt. Als sich später zu ärgern, dass dass Handy trotz Ladestation schon wieder leer ist.

Beispiel

  • Unsere Powerbank hat eine Kapazität von 5.000 mAh.
  • In unserem Handy ist ein Akku mit 1.500 mAh eingebaut.

5.000 ÷ 2 = 2.500 mAh ÷ 1.500 = 1,666
Das Handy kann etwas über 1 ½ mal geladen werden.

Erklärung

Der Grund ist, dass die angegebenen Miliamperstunden (mAh) leider nicht komplett für den Ladevorgang zur Verfügung stehen. Dadurch können wir nicht einfach sagen, dass wenn unser Handy-Akku eine Kapazität von 1.500 mAh hat und unsere Powerbank von 5.000 mAh, wir unser Handy etwas über 3-mal aufladen können (5000 ÷ 1500 = 3,333).

Meist stehen effektiv nur zwischen 50 und 75 Prozent der angegebenen Kapazität wirklich für unser Gerät zur Verfügung. Wenn Sie also sicher gehen möchten, teilen Sie die angegebene Kapazität durch den Faktor 2. In unserem Beispiel hätten wir also ungefähr 2.500 mAh zur Verfügung und könnten unser Handy etwa 1 ½ aufladen.

Warum kann ich nicht 100 Prozent der angegebenen Kapazität nutzen?

Akkus (egal ob in einer Powerbank oder nicht) geben nie die komplette Leistung ab. Die reale Kapazität ist auch jedesmal unterschiedlich und schwank je nach Umgebungstemperatur. Zudem beziehen sich die mAh-Angaben der Hersteller meist auf die Spannung der verbauten Akkus, die 3,6 Volt beträgt. Die Spannung an den USB-Anschlüssen beträgt jedoch bei fast allen Powerbanks 5 V. Daher muss die Spannung umgewandelt bzw. angehoben werden. Je nach Qualität des Wandlers geht hier unterschiedlich viel Kapazität »verloren«. Aber selbst bei einem 100% effizienten Wandler (was nicht erreichbar ist), muss natürlich die Stromstärke im selben Verhältnis sinken, wie die Spannung steigt. Ansonsten würden Sie zusätzliche Energie aus dem Nichts erzeugen, und das geht leider nicht.

Daher sinkt einmal die reale Kapazität durch durch die Qualität der integrierten Akkus, der Umgebungstemperatur und bei der Umwandlung der Spannung.